einen schrecklichen, entsetzlich riechenden Qualm durch die ganze Küche.
„Aber was machen Sie denn da, Fräulein Evchen!“ schrie Rike ganz außer sich der Missetäterin zu, die in ihrer Angst alle Fassung verlor.
„Sie haben es ja gesagt,“ jammerte sie.
„Na, so was ist noch nicht dagewesen!“ brummte Rike, während sie Türen und Fenster aufriß, um dem erstickenenden Qualm einen Ausweg zu öffnen, und nach Scheuerlappen und Zeitungspapier griff, um dem vom Bratofen herabschließenden Bache geschmolzenen Fettes entgegenzuwirken.
„Wo brennt’s?“ schrie Schmidt, der in atemloser Hast mit seinen Mainleuten vom Wasser herbeikam, um gleich zu löschen.
„Na, das ist keine schöne Besserung!“ setzte er hinzu, sich hinter den Ohren krauend, „mir hat gleich nichts Gutes gezahnt! Ist der Braten zum Teufel?“
„Es war ja nur die dumme Butter, ich habe Rike mißverständen,“ erklärte Eva, dessen Genien besonders genaue wahr wahr. „Helfen Sie uns doch nur, Schmidt, das Fett fliesst durch die ganze Küche.“
Eva schämte sich unbeschreiblich, jetzt konnte sie selbst ihren Unverstand nicht begreifen. Schmidt hatte Mitleid mit ihr, half nach Kräften und tröstete „Na, noch ist Polen nicht verloren, das halbe Pfund Butter verschmerzen wir, nun kann das Vergnügen wieder losgehen.“
Eva traute sich jetzt kaum, aufs neue Butter in die Pfanne zu tun, sie beschränkte abermals Unheil. Die beiden Gehilfen sprachen ihr Rett ein, und so wurde der Braten seiterlich und nicht ohne Herzflopsen in den Ofen geschoben.
„Jetzt muß er begossen werden!“ rief sie in der nächsten Minute.
„Na, so hizig ist’s nicht,“ erklärte Schmidt, „ein bisschen muß er erst drin sein, so viel weiß ich sogar, als Mannschiffer.“
Eva fand mit geselten Händen drin und starre auf die Tür des Bratofens; ihr war furchtbar gleich. Plötzlich